|
|
Übersicht | Verein | Ausstellungen | Anfahrt | Impressum | |
KATALOG ++ 2008 Blumen für Baruth
Auch bei den bekannten Blumenbildern der beginnenden Moderne von Monet, Cézanne bis hin zu van Gogh stehen nicht die realen Pflanzen im Vordergrund. Im Impressionismus bieten die Blumen und Gärten durch ihre abwechslungsreiche Farbigkeit und ihre Fülle an Details, durch das Spiel mit Licht und Schatten einen schönen Anlass, die neue Auffassung von Malerei und die Handschriften der modernen Künstler vorzuführen. Diese Differenz zwischen den allseits bekannten, realen Motiven und ihrer stilistischen Verwandlung zieht sich weiter durch die Kunstgeschichte von den Zeichnern des Jugendstils bis hin zu Emil Nolde. Doch mit der Abstraktion verschwinden die Blumen aus der Kunst. Nur sehr vereinzelt tauchen sie in der jüngsten Vergangenheit wieder auf. Zum Beispiel bei Warhol, Jeff Koons oder Takashi Murakami .... Alle drei Künstler spielen auf trickreiche Weise mit dem unausgesprochenen Tabu, dass Abbildungen von Blumen kein Thema für die zeitgenössische Kunst sind. Eine naturalistische Widergabe von Objekten alleine stößt auf keinen Widerstand, aber bei Blumen kommt das gefährliche Thema der Schönheit ins Spiel. Eine Ästhetik, die den Begriff des Schönen schon lange über Bord geschmissen hat, kann mit der Darstellung der natürlichen Pracht von Blumen nichts anfangen. Daher die Ironie – oder der Zynismus – und das Spiel mit der Lächerlichkeit oder den Grenzen zum Kitsch. Die nach Baruth eingeladenen Künstler haben ihre eigenen Strategien entwickelt, um der Gefahr der Banalität von Blumendarstellungen zu entgehen...."
|